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Kommentare zu den Thorheiten

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Theodor Ickler zu »Rechtschreibreform hat Erleichterungen gebracht«
Dieser Kommentar wurde am 19.10.2017 um 11.45 Uhr verfaßt.

Wenn die Rechtschreibreform viele Erleichterungen gebracht hat, wie Schmachthagen ja nicht nur als Beispielsatz anführt, sondern tatsächlich zu glauben vorgibt, dann fällt die Verschlechterung der Rechtschreibleistungen, die nicht nur Uwe Grund und andere, sondern nun auch das staatliche IQB nachgewiesen haben, doppelt ins Gewicht. Aber so weit denkt Schmachthagen nicht, und andere tun erst recht so, als habe es die Reform nicht gegeben.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibreform hat Erleichterungen gebracht«
Dieser Kommentar wurde am 17.10.2017 um 16.09 Uhr verfaßt.

Schmachthagen sucht einen Beispielsatz zum Gebrauch von versichern. Ihm fällt ein:

Ich versichere dir, dass die Rechtschreibreform viele Erleichterungen gebracht hat. (HA 17.10.17)

Das ist fast schon rührend.


Germanist zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 14.10.2017 um 11.26 Uhr verfaßt.

"Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode" (Hamlet, 2.Akt, 2.Szene)


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 19.09.2017 um 10.24 Uhr verfaßt.

Schmachthagen HA 12.09.17:

Wissen Sie, was ein Hoodie ist? (...) Als ich meine Tochter fragte, wer oder was das sei, schüttelte sie verständnislos mit dem Kopf und holte gleich drei Exemplare davon aus dem Schrank. Offenbar handelt es sich um einen Kapuzenpullover, den deutsch Kapuzenpullover zu nennen den Verkauf ("Sale") und die Verbreitung ("Marketing") bei der Jugend stark beeinträchtigen würde.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 12.09.2017 um 06.59 Uhr verfaßt.

Der Verein Deutsche Sprache ehrt Abendblatt-Autor Peter M. Schmachthagen mit dem renommierten "Elbschwanenorden". Diese Bezeichnung geht zurück auf eine anno 1658 von Johann Rist in Wedel gegründete Literatenvereinigung. Gewürdigt werden Einrichtungen und Persönlichkeiten, die sich um die deutsche Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben. Die Ehrung findet am morgigen Dienstag, 12. September, um 18.30 Uhr im Vortragssaal des Gästehauses der Universität Hamburg (Rothenbaumchaussee 34) statt. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist kostenlos.


Theodor Ickler zu »Meisterdenker«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2017 um 05.26 Uhr verfaßt.

Daß man nicht erkennen kann, ohne etwas zu erkennen, allgemeiner: daß man nicht urteilen, ja auch nicht vorstellen kann, ohne über etwas zu urteilen, etwas vorzustellen, gehört zum Selbstverständlichsten, das bereits eine ganz elementare Betrachtung dieser Erlebnisse ergibt. (Meinong)

Nicht die Betrachtung von (erfundenen) „Erlebnissen“, sondern die deutsche Grammatik ergibt das. Das Zitat hätte natürlich auch von Husserl sein können oder vor irgendeinem aus dem großen Haufen der Phänomenologen, der hinterherstolpert.



Germanist zu »Haben Sie heute schon gehunken?«
Dieser Kommentar wurde am 25.08.2017 um 17.34 Uhr verfaßt.

Die Wiedergabe von Umlauten erinnert mich nostalgisch an die Zeit der Programmierung mit Lochstreifen und Lochkarten.


Theodor Ickler zu »Haben Sie heute schon gehunken?«
Dieser Kommentar wurde am 10.08.2017 um 14.09 Uhr verfaßt.

Ja, danke für die Ergänzung!


Germanist zu »Haben Sie heute schon gehunken?«
Dieser Kommentar wurde am 10.08.2017 um 12.10 Uhr verfaßt.

Den Genitiv des Substantivs könnte man auch durch ein Adjektiv ersetzen (wie in den slawischen Sprachen): die Beethovenschen Sonaten.
(Vgl. russ. Zarskoje Selo, das zaristische Dorf, statt Zara Selo, das Dorf des Zaren.)


Theodor Ickler zu »Haben Sie heute schon gehunken?«
Dieser Kommentar wurde am 10.08.2017 um 05.09 Uhr verfaßt.

Statt des Genitivs stehen zwei Ersatzkonstruktionen zur Wahl:

dem Genitiv sein Tod/der Tod vom Genitiv

Beim Abwägen, welche sich durchsetzen könnte, muß man bedenken, daß sie bisher nicht dasselbe bedeuten.

Die Sonaten von Beethoven, das ist nicht dasselbe wie Beethoven seine Sonaten.

Die Leichte Sprache ersetzt dogmatisch jeden Genitiv durch die von-Konstruktion. Andererseits ist Dativ+Possessivum stigmatisiert und bisher auf die Umgangssprache beschränkt.


Theodor Ickler zu »Endlich wieder Meldungen aus Österreich!«
Dieser Kommentar wurde am 01.08.2017 um 17.49 Uhr verfaßt.

(Zur Vernachlässigung der Orthographie:)
In diesen Punkten stimme ich mit Stefan Winterstein überein. Er sieht allerdings in der Rechtschreibreform den Hauptschuldigen. Die Reformer seien zu liberal gewesen, strenge Regeln seien besser als Variantenschreibungen.
Dem kann ich nicht folgen. Es war das erklärte Ziel der Reformer, die Regeln zu vereinfachen und Unstimmigkeiten auszubügeln. Warum brauchen wir die Sonderregel "etwas anderes ist anders". Es heißt "etwas Schönes" und "etwas Besonderes". Warum nicht auch "etwas Anderes"? Heute kann man beides schreiben: "etwas anderes" und "etwas Anderes". Das ist doch vernünftig, oder?
Das System einer Sprache sollte im Idealfall in sich logisch sein. In vielen Bereichen ist es unlogisch genug. Und das ewige Herumdoktern bei einzelnen Wörtern und Wendungen - Stichwort: Reform der Reform - hat zweifellos Verwirrung gestiftet.
Aber wer möglichst komplizierte Rechtschreibregeln haben will, müsste sich auch extrem komplizierte Verkehrsregeln, Lohnsteuergesetze etc. wünschen. Damit sie ja keiner versteht.

(Sedlacek, Wiener Zeitung 1.8.17)

Er weiß es wohl wirklich nicht besser. Dazu paßt der oberflächliche Schluß.


Theodor Ickler zu »Haben Sie heute schon gehunken?«
Dieser Kommentar wurde am 01.08.2017 um 15.24 Uhr verfaßt.

Am häufigsten kommt das Genitivattribut als besitzanzeigende Beifügung vor (Genitivus possessivus): der Hut meines Vaters, die Tiere des Waldes. Eine Dativ-Possessiv-Konstruktion ist gelegentlich zu hören, bedeutet aber eine grausame Verballhornung der Grammatik: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". (Schmachthagen)

Dazu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1641#29532

Und "besitzanzeigend" ist der possessive Genitiv eigentlich nicht, sondern besitzeranzeigend. Ähnlich bezeichnet ja der Genitivus partitivus nicht den Teil, sondern das geteilte Ganze.


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