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R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 30.11.2017 um 11.45 Uhr verfaßt.

Ist »Dem Herrn« auf Briefumschlägen belegt?

Sehr eigentümlich ist übrigens die Doppelung »Monsieur Monsieur« oder »Herrn Herrn«, die sich auf Couverts des 18. Jahrhunderts findet.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 28.11.2017 um 06.57 Uhr verfaßt.


Die männliche Form in der Anrede heißt immer noch „Herrn“. Die Duden-Sprachberatung empfiehlt, das „n“ nicht wegzulassen. Es wird zwar nicht mehr „an“ geschrieben, aber immer noch mitgedacht.
Schmachthagen schrieb vor einiger Zeit: „Die Anschrift steht im Akkusativ. Es heißt also Herrn Max Mustermann (an wen?). Der Dativ ist unüblich und kommt nur noch im diplomatischen Schriftverkehr oder bei Ehrentiteln vor: Seiner Eminenz, dem Hochwürdigsten Herrn Karl Kardinal Lehmann.“
Damit gibt er immerhin zu, daß früher der Dativ üblich war, der nun vom Akkusativ nicht zu unterscheiden ist und daher für einen solchen gehalten wird. Auch an war lange üblich und ist auch heute noch anzutreffen – aber warum sollte man es "weglassen" und "mitdenken", wie viele in Anlehnung an den Duden meinen? Dafür gibt es doch sonst kaum Beispiele (von wegen ist zu wegen geworden).


Theodor Ickler zu »Das unsägliche große Du in Briefen ...«
Dieser Kommentar wurde am 28.11.2017 um 06.46 Uhr verfaßt.

Die Karikatur von Greser & Lenz auf der Titelseite der FAZ ist großartig, aber: Ich habe die ganze Zeit nur an Dich gedacht, Martin - warum Großschreibung? Das findet man seit der Revision überall in direkter Rede, es ist offenbar die Übergeneralisierung der „in Briefen“ wiederzugelassenen Höflichkeitsgroßschreibung.
1996 wurde übrigens neu eingeführt: auf Du und Du.


R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 27.11.2017 um 15.29 Uhr verfaßt.

Hier ein Beispiel für »An Herrn« auf einem Briefumschlag von 1922:
http://philaseiten.wavecdn.net/up/720119/1/2/5d8208a3_h.jpeg


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 22.11.2017 um 05.50 Uhr verfaßt.

Schmachthagen verbreitet die amtliche Regelung über den Doktorgrad, entgegen feministischen Sonderregeln. Außerdem die dudengemäße Regel über „diesen Jahres“ usw. (21.11.17)

In der Anschrift heißt es übrigens Herrn im Akkusativ und nicht "Herr", obwohl dieser Zusatz auf dem Briefumschlag heutzutage nicht mehr erforderlich ist.

Wie gesagt, es ist weder nachgewiesen noch plausibel, daß es sich hier um den Akkusativ handelt (unter unerhörter Weglassung der Präposition „an“).

Als Substantiv wird das Erstere großgeschrieben: "Ich möchte mit dem Ersteren beginnen."

Danach könnte man meinen, es komme auf den Artikel an; das ist jedoch nicht der Fall. Auch pronominaler Gebrauch ist mit Großschreibung verbunden, wie sogar Gallmann in der Dudengrammatik eingesteht.
Schmachthagen übergeht das, sei es aus Unkenntnis oder weil er nicht gern zugibt, wie unzulänglich die Neuregelung ist.



R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 04.11.2017 um 00.06 Uhr verfaßt.

Hat nichts mit der Reform zu tun, aber wohl mit falschen Vorstellungen von Richtigkeit – weil es ja Kram heißt, darf es nicht Krimskrams heißen.


Tobias Bluhme zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 03.11.2017 um 18.44 Uhr verfaßt.

In der aktuellen Ausgabe der DJH-Zeitschrift "extratour" lese ich das Wort "Krimskram". Ist das eine Reform-Verhunzung? Ich kenne nur "Krimskrams".


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 01.11.2017 um 07.00 Uhr verfaßt.

„Das schwache Verb auseinanderdividieren existiert nur in der Zusammenschreibung.“ (Schmachthagen 1.11.17)

Ja freilich, aber Schmachthagen hätte erwähnen dürfen, daß die von ihm gepriesene Rechtschreibreform jahrelang vorsah, dieselbe Konstruktion dürfe nur getrennt geschrieben werden. Schmachthagen hat ja oft bedauert, daß die Reformer unter dem Druck der Kritiker nicht konsequent bei ihrer ursprünglichen Fassung geblieben sind.

Das Hin und Her selbst ist ein Beweis der Inkompetenz und sollte zu der Überlegung führen, warum man einer solchen Reform folgen zu müssen glaubt. Aber soweit reicht es nicht.


Manfred Riemer zu »Rechtschreibreform hat Erleichterungen gebracht«
Dieser Kommentar wurde am 24.10.2017 um 15.26 Uhr verfaßt.

"Leider darf das Abendblatt sich nicht die Freiheit nehmen, anders zu schreiben, als es in der Schule gelehrt wird." (Schmachthagen)

Falsch, es ist eigentlich genau umgekehrt:

Die Schule darf sich nicht die Freiheit nehmen, etwas anderes zu lehren als das übliche.

Leider wurde aber die Schule genau dazu verdonnert und mißbraucht. Sie muß etwas lehren, damit es üblich wird.



Theodor Ickler zu »Rechtschreibreform hat Erleichterungen gebracht«
Dieser Kommentar wurde am 19.10.2017 um 11.45 Uhr verfaßt.

Wenn die Rechtschreibreform viele Erleichterungen gebracht hat, wie Schmachthagen ja nicht nur als Beispielsatz anführt, sondern tatsächlich zu glauben vorgibt, dann fällt die Verschlechterung der Rechtschreibleistungen, die nicht nur Uwe Grund und andere, sondern nun auch das staatliche IQB nachgewiesen haben, doppelt ins Gewicht. Aber so weit denkt Schmachthagen nicht, und andere tun erst recht so, als habe es die Reform nicht gegeben.


Theodor Ickler zu »Rechtschreibreform hat Erleichterungen gebracht«
Dieser Kommentar wurde am 17.10.2017 um 16.09 Uhr verfaßt.

Schmachthagen sucht einen Beispielsatz zum Gebrauch von versichern. Ihm fällt ein:

Ich versichere dir, dass die Rechtschreibreform viele Erleichterungen gebracht hat. (HA 17.10.17)

Das ist fast schon rührend.


Germanist zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 14.10.2017 um 11.26 Uhr verfaßt.

"Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode" (Hamlet, 2.Akt, 2.Szene)


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