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Theodor Ickler zu »„Unsere Sprache“«
Dieser Kommentar wurde am 20.06.2022 um 05.06 Uhr verfaßt.

Jason loves Patty
expresses a proposition consisting of Jason, the loving relation and Patty, bound together in some way into a unity. Letting ´j´ stand for Jason, ´p´ for Patty and ´L´ for the loving relation, we can represent the proposition in question as follows:
[j[L[p]]]
(Scott Soames: „Propositions“, in Chris Tillman, Hg.: The Routledge Handbook of Propositions. London 2019.)

Die Formalisierung ist in Wirklichkeit nur eine maximal verfremdende Abkürzung, die immer noch die konventionelle englische Ausdrucksweise für Liebe erkennen läßt. Diese Selbsttäuschung durchzieht die neuere Philosophie. Es ist aber gar nicht so leicht, [j[L[p]]] als Humbug zu durchschauen. Die Linguisten glauben es nachplappern zu müssen.


Chr. Schaefer zu »Schlussstrich oder Schlußstrich?«
Dieser Kommentar wurde am 16.06.2022 um 02.36 Uhr verfaßt.

Der Dateiname enthielt auch ein Umlautzeichen, das aber gerade nicht geändert wurde.


Tobias Bluhme zu »Schlussstrich oder Schlußstrich?«
Dieser Kommentar wurde am 11.05.2022 um 19.43 Uhr verfaßt.

Daher heißt es im Dateinamen (samt Link) jetzt "Abschlussbericht".

Das könnte ganz einfach damit zusammenhängen, daß in URLs nur die Buchstaben A-Z und a-z zugelassen sind. Alles andere kann funktionieren, es ist aber nicht garantiert.

Nachzulesen ist das in den RFCs 3986 und 2234.

Ich würde niemals in einem Datei- oder Ordnernamen länderspezifische Sonderzeichen verwenden.


Theodor Ickler zu »„Ein bildungspolitischer Skandal“«
Dieser Kommentar wurde am 14.04.2022 um 06.03 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=701#10855

„Nicht nur Menschen, Schimpansen und Hunde haben Emotionen, sondern auch wirbellose Tiere wie Hummer Oktopusse und sogar Bienen“ (SZ 14.4.22) Wenn man die Namen der zitierten Autoren liest, weiß man schon, was sie dazu sagen werden. Man soll keinen Hummer in kochendes Wasser werfen usw. Neue Gesichtspunkte gibt es nicht. Kann wegfallen.



Chr. Schaefer zu »Schlussstrich oder Schlußstrich?«
Dieser Kommentar wurde am 16.02.2022 um 03.04 Uhr verfaßt.

Kaum zu glauben, aber wahr: Für ein abgeschlossenes Förderprojekt seitens der Bundesregierung mußte ich einen Sachbericht auf einen Server hochladen. Der Dateiname enthielt das Wort "Abschlußbericht", aber die öffentliche Hand verfügt offenbar über Personalkapazitäten, die es erlauben, die automatische Umwandlung von "ß" in "ss" zu programmieren, wenn es die Staatsorthographie erfordert. Daher heißt es im Dateinamen (samt Link) jetzt "Abschlussbericht".


Theodor Ickler zu »Gleichgewichtsstörung«
Dieser Kommentar wurde am 24.01.2022 um 08.09 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=252#704

Wenn man sich die Einträge hierzlande/dortzulande, heutzutage in der Neuregelung und im Duden ansieht, fällt einem die Undurchdachtheit der Reform besonders ins Auge. Es ist kein Wunder, daß viele glauben schreiben zu müssen: heut zu Tage.

Die Unsicherheit ist größer geworden, weil man eben nie wissen kann, welche Varianten den Reformern eingefallen sind und welche nicht. Auch ich vergesse es nach einiger Zeit immer wieder und muß nachsehen, jedenfalls zu Studienzwecken – für mich selbst schlage ich nie nach und habe auch bis zur Reform keinen Duden besessen. Es war mir schon immer egal, was dort steht, und heute ist es mir noch egaler. Andere können sich das nicht leisten.



Theodor Ickler zu »Weltsprache Englisch? Thinkste!«
Dieser Kommentar wurde am 14.12.2021 um 05.21 Uhr verfaßt.

Zum vorigen:

„Durch ihre Bezogenheit auf die Idee des Reiches setzt sie [die rassenbewußte Politik] von Anfang an auf Autorität, die im Blute liegt, die für sie wie für das ganze Volk den Sinn des gemeinsamen Lebens ausmacht, aber nicht theoretisch gelehrt und verstanden, sondern dem sie verkörpernden Führer dargelebt werden muss, mithin echte Autorität ist, die letzte Bindung verlangt, die wiederum im persönlichen Dienst innerhalb der betreffenden kleinsten Einheit des Bundes getätigt werden muss.“ (Heinrich Roth, von Micha Brumlik in der taz vom 7.1.14 ans Licht gezogen)

Wenn man heute Roth, Klafki usw. liest, wundert man sich über die Luftschlösser, die sie errichtet haben, und über die Bereitwilligkeit der Pädagogen, es sich darin einzurichten, zuletzt mit der „Kompetenzorientierung“: Man hat sämtliche Lehrpläne so umgeschrieben, daß darin möglichst oft das Wort „Kompetenz“ vorkam. Inzwischen sind die Texte ausnahmslos rechtschreibreformiert und gegendert. Der Unterricht selbst blieb naturgemäß der gleiche.

(Eigentlich wollte ich zu Roth etwas von Mohrenwäsche schreiben, sehe aber, daß dieses Wort „veraltet, heute diskriminierend“ ist.)



Theodor Ickler zu »Mehr Deutsch wagen«
Dieser Kommentar wurde am 23.11.2021 um 05.53 Uhr verfaßt.

Mehrsprachigkeit ist die Grundvoraussetzung für den interkulturellen Dialog, ohne den weder die Wirtschaft noch die Gesellschaft und schon gar nicht die Politik auskommen. Daher ist es für jeden Bürger und jede Bürgerin Europas oder der Welt Pflicht, mehr als zwei Sprachen zu beherrschen.
Jeder Schüler / jede Schülerin sollte von Beginn bis Ende der Ausbildung zwei Sprachen lernen müssen.
Die Welt soll mehrsprachig bleiben – Dafür müssen wir alle etwas tun!

(Jutta Limbach zum Manifest „Der Sprache die Macht!“, Festival „Die Macht der Sprache“ 2007)

„Pflicht“ und „müssen“ werden mit einem scheinplausiblen „daher“ angeschlossen. Seltsamer Ton. Aber brav gegendert – von dort geht der eigentliche Zwang aus, wie wir immer deutlicher sehen.

Manche Menschen brauchen gar keine Fremdsprache, viele eine, einige mehrere. Da muß man doch keine großen Reden schwingen über eine Welt, die mehrsprachig bleiben soll!


Theodor Ickler zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 06.11.2021 um 17.34 Uhr verfaßt.

Wenn man den leider nicht durchsetzbaren Wünschen einiger Reformer folgt, wäre am Besten richtig.

Wieso ist klein reden falsch? Nur weil es nicht amtlich ist?


Wolfram Metz zu »Rettet das Komma!«
Dieser Kommentar wurde am 17.10.2021 um 15.20 Uhr verfaßt.

Zuvor hatten "Bild" und die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, dass die Überwachungsvideos möglicherweise Fragen zum geschilderten Hergang aufwerfen und sich auch auf Ermittlerkreise berufen.
(Süddeutsche und, wortgleich oder fast wortgleich, viele weitere Medien, Quelle ist eine dpa-Meldung)

Kommas vor und sind unbeliebt, können aber hilfreich sein.


Wolfram Metz zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 09.09.2021 um 11.40 Uhr verfaßt.

Die FAZ bringt einen Artikel über die dramatische Verschlechterung der Rechtschreibfähigkeiten von Schülern und angehenden Deutschlehrern. Als Ursachen werden alle möglichen Entwicklungen ausgemacht, aber die Rechtschreibreform wird mal wieder mit keinem Wort erwähnt!

Defizite zeigten sich vor allem bei der Getrennt- und Zusammenschreibung sowie der Groß- und Kleinschreibung. „Corona Pandemie“ hielten vierzig, „klein reden“ sogar sechzig Prozent der Probanden für korrekt, fast die Hälfte wollte „am besten“ großschreiben, und immerhin noch über zehn Prozent hielten das auch bei „jeden“ und „samstags“ für korrekt. Auch andere Bereiche waren betroffen: Zwischen zehn und dreißig Prozent der Studenten scheiterten — je nach Satz — an der Unterscheidung von „dass“ und „das“, und mehr als ein Drittel von ihnen akzeptierte „Standartdeutsch“.

Das Nachlassen der Rechtschreibleistungen hat sicher viele Ursachen, aber wie kann man über dieses Problem referieren, ohne die glorreiche Reform anzusprechen? Inzwischen sind zwei Schülergenerationen mit äußerst inkonsistenten Regeln aufgewachsen, die auch noch alle naselang geändert wurden. Wie soll da so etwas wie orthographische Kompetenz entstehen? Die Lehrer waren und sind damit überfordert und die Schüler natürlich auch. Das ständige Hin und Her bei der Getrennt- und Zusammenschreibung hat es Lernenden unmöglich gemacht, ein Gefühl für richtig und falsch zu entwickeln. Und wenn man, um einer vermeintlichen Vereinfachung willen, so tut, als müsse alles groß geschrieben werden, was formal irgendwie nach Substantiv aussieht, braucht man sich nicht zu wundern, daß heute so viele (auch Erwachsene) am Besten (wegen das Beste) schreiben!


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2021 um 08.14 Uhr verfaßt.

Wenn man am Begriff "Antiziganismus" festhält, könnte man die Unaussprechlichen doch einfach "Ziganen" nennen. Das würde auch die sprachlichen Verrenkungen mit "Sinti und Roma" (Wortbildung dazu?) beseitigen.
Ziganenschnitzel, Ziganenmusik. Diese Menschen sind von den Nazis "als Zigeuner" verfolgt worden, nicht "als Ziganen".


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