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Wolfram Metz zu »Rettet das Komma!«
Dieser Kommentar wurde am 17.10.2021 um 15.20 Uhr verfaßt.

Zuvor hatten "Bild" und die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, dass die Überwachungsvideos möglicherweise Fragen zum geschilderten Hergang aufwerfen und sich auch auf Ermittlerkreise berufen.
(Süddeutsche und, wortgleich oder fast wortgleich, viele weitere Medien, Quelle ist eine dpa-Meldung)

Kommas vor und sind unbeliebt, können aber hilfreich sein.


Wolfram Metz zu » „Fehlerquote an Schulen hat sich vervielfacht“«
Dieser Kommentar wurde am 09.09.2021 um 11.40 Uhr verfaßt.

Die FAZ bringt einen Artikel über die dramatische Verschlechterung der Rechtschreibfähigkeiten von Schülern und angehenden Deutschlehrern. Als Ursachen werden alle möglichen Entwicklungen ausgemacht, aber die Rechtschreibreform wird mal wieder mit keinem Wort erwähnt!

Defizite zeigten sich vor allem bei der Getrennt- und Zusammenschreibung sowie der Groß- und Kleinschreibung. „Corona Pandemie“ hielten vierzig, „klein reden“ sogar sechzig Prozent der Probanden für korrekt, fast die Hälfte wollte „am besten“ großschreiben, und immerhin noch über zehn Prozent hielten das auch bei „jeden“ und „samstags“ für korrekt. Auch andere Bereiche waren betroffen: Zwischen zehn und dreißig Prozent der Studenten scheiterten — je nach Satz — an der Unterscheidung von „dass“ und „das“, und mehr als ein Drittel von ihnen akzeptierte „Standartdeutsch“.

Das Nachlassen der Rechtschreibleistungen hat sicher viele Ursachen, aber wie kann man über dieses Problem referieren, ohne die glorreiche Reform anzusprechen? Inzwischen sind zwei Schülergenerationen mit äußerst inkonsistenten Regeln aufgewachsen, die auch noch alle naselang geändert wurden. Wie soll da so etwas wie orthographische Kompetenz entstehen? Die Lehrer waren und sind damit überfordert und die Schüler natürlich auch. Das ständige Hin und Her bei der Getrennt- und Zusammenschreibung hat es Lernenden unmöglich gemacht, ein Gefühl für richtig und falsch zu entwickeln. Und wenn man, um einer vermeintlichen Vereinfachung willen, so tut, als müsse alles groß geschrieben werden, was formal irgendwie nach Substantiv aussieht, braucht man sich nicht zu wundern, daß heute so viele (auch Erwachsene) am Besten (wegen das Beste) schreiben!


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2021 um 08.14 Uhr verfaßt.

Wenn man am Begriff "Antiziganismus" festhält, könnte man die Unaussprechlichen doch einfach "Ziganen" nennen. Das würde auch die sprachlichen Verrenkungen mit "Sinti und Roma" (Wortbildung dazu?) beseitigen.
Ziganenschnitzel, Ziganenmusik. Diese Menschen sind von den Nazis "als Zigeuner" verfolgt worden, nicht "als Ziganen".


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 15.07.2021 um 15.46 Uhr verfaßt.

Das Z-Wort geht gar nicht, aber durch einen Aushang werde ich auf ein "Trio Tzigane" hingewiesen, das in Erlangen "Zigenuermusik" spielt. Weitere lokale Gruppen findet man im Internet unter "Zigeunermusik".


Theodor Ickler zu »Weltsprache Englisch? Thinkste!«
Dieser Kommentar wurde am 14.07.2021 um 04.42 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=248#9294

Der Wikipedia-Eintrag über Heinrich Roth, leider ein sehr einflußreicher Mann in der westdeutschen Pädagogik, ist mehrmals geändert worden. Die Nazi-Vergangenheit wird ausführlicher berücksichtigt. Aber noch immer ist unklar, mit welchen "Vorurteilen" er in Göttingen empfangen wurde und ob sie vielleicht etwas mit jener Vergangenheit zu tun haben - ebenso wie der Streit um die Benennung eines Preises nach diesem Mann. Besonders seltsam ist aber, daß jene "Vorurteile traditionsbewusster Studierender" jetzt zu "Vorurteilen traditionsbewusster Kollegen" geworden sind.

In der Nachkriegszeit stößt man immer wieder auf gewendete Ex-Nazis, die in der GEW und anderswo linke Progression machten.


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 16.03.2021 um 08.19 Uhr verfaßt.

Die USA bekommen zum ersten Mal eine indigene Innenministerin. (tagesschau.de 16.3.21)

Man könnte ebensogut sagen: eine norwegische Innenministerin, denn Frau Haalands Vater war Norweger. Aber dann wäre dem Rassen-Proporz nicht gedient, und Rasse zählt schließlich. Das Wort indianisch wird in allen Berichten vermieden, so daß nur noch die Herkunft entscheidet. Aber auch wieder nicht immer, sondern nur bei Nichtweißen. Es ist schon vertrackt.

Immerhin können wir jetzt die Pocahontas-Affäre der halben Rothaut Elizabeth Warren vergessen.


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 24.02.2021 um 19.03 Uhr verfaßt.

Besonders Behinderte. Zur Erinnerung:
http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1154#14436


Wolfram Metz zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 24.02.2021 um 08.14 Uhr verfaßt.

Da ist tatsächlich noch viel zu tun. Mancher Tiername ist gleich doppelt diskriminierend. Prozessionsspinner etwa veralbert eine religiös konnotierte Praxis und beleidigt zudem – sogar im Grundwort (!) – pauschal alle Menschen.


Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 23.02.2021 um 06.24 Uhr verfaßt.

Viele hundert Vogelnamen sollen geändert werden, weil sie "rassistisch" sind (Kaffernsegler usw.) Die Schweden sollen schon die Lappenmeise umbenannt haben, was wieder mal die Frage nach Eigenbezeichnungen usw. aufwirft.
Viele Tiernamen tragen auch die Eigennamen von Personen in ihrer zoologischen Bezeichnung, die vor dem Richtstuhl des heutigen Moralpöbels nicht bestehen können. Und bei Vögeln kann es ja nicht bleiben, das gesamte Systema naturae ist zu durchforsten. Die nächste Generation wird auch den Weißbürzelsegler und den Schwarzstorch nicht dulden.


Theodor Ickler zu »„Gnadenlos für die Kinder …“«
Dieser Kommentar wurde am 22.02.2021 um 05.36 Uhr verfaßt.

Eine bekannte Literaturkritikerin findet einen neuen Roman "brutal und zärtlich zugleich".

Jemand denkt sich etwas Brutales aus, und dann denkt er sich etwas Zärtliches aus. Na und?


Theodor Ickler zu »„Gnadenlos für die Kinder …“«
Dieser Kommentar wurde am 13.12.2020 um 05.10 Uhr verfaßt.

Schon wieder ist ein „gnadenlos guter Roman“ erschienen (Axel Rühle, SZ 12.12.20). Vor Jahrzehnten muß das mal originell gewirkt haben.

Das Feuilleton muß gnadenlos geistreich sein.



Theodor Ickler zu »Wie korrekt ist „Sinti und Roma“?«
Dieser Kommentar wurde am 17.11.2020 um 06.08 Uhr verfaßt.

Zum vorigen: Schon brennt es im U-Bahnhof "Onkel Toms Hütte", wenn auch nur in der Ladenstraße. Wir Verschwörungsspezialisten vermuten trotzdem einen Zusammenhang.


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