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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Fremdwörter«
Dieser Kommentar wurde am 25.08.2019 um 05.43 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1049#23835

Renate Künast will den Verkauf von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche verbieten.

Das Zeug ist sicher ungesund, aber man hat mit Recht gleich auf das Willkürliche einer solchen Wahl hingewiesen. Der Türkentrank macht Kinder blaß und krank, und besonders schlimm ist das Zuckerwasser in seinen verschiedenen Formen. Aber auch die Feststoffe, die man in Kinder stopft, sind, wie ich besonders hier auf der Ferieninsel sehen kann, großenteils Verbotskandidaten.
Verbote würden eine Limonaden-Kriminalität nach sich ziehen. So wird das nichts.


Theodor Ickler zu »Abfall für alle«
Dieser Kommentar wurde am 25.08.2019 um 05.06 Uhr verfaßt.

Was aus der „Optimalitätstheorie“ geworden ist, weiß ich nicht, da mich die rasch wechselnden Theorie-Moden schon lange nicht mehr interessieren.
Näheres hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Optimalit%C3%A4tstheorie
Unter 10 hoch 1408 möglichen Grammatiken wählen zu müssen war noch nie mein Problem.


R. M. zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 24.08.2019 um 12.42 Uhr verfaßt.

Trump ist undiplomatisch? Echt jetzt?


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 24.08.2019 um 05.38 Uhr verfaßt.

Was die Reihenfolge der Bekanntgabe betrifft,kann ich mich in diesem Fall geirrt haben. Zu Problematik des Twitterns folgt gleich der nächste Streich:

Our great American companies are hereby ordered to immediately start looking for an alternative to China, including bringing your companies HOME and making your products in the USA.
Donald J. Trump (@realDonaldTrump) August 23, 2019

Was bedeutet „hereby“ im Hinblick auf die Verbindlichkeit von Twitterbotschaften? (Abgesehen davon, daß Trump den Firmen so etwas nicht befehlen kann.):

Übrigens: Wie Trump selbst austeilt, dafür gibt es auch viele Beispiele:

We will announce a substantial reciprocal action on Macron´s foolishness shortly (Donald Trump 26. Juli 2019)

Redet man so mit Frankreich?

Die gestrige Abfolge von Tweets zeigt Trumps Weltbild erschreckend deutlich.


R. M. zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 23.08.2019 um 19.45 Uhr verfaßt.

Die Sache wurde nicht zuerst auf Twitter besprochen, sondern im Kabinett und dann (nicht von Trump) an das Wall Street Journal ausgeplaudert.

Der Verkauf der dänischen (!) Jungferninseln an die USA wurde vom damaligen US-Außenminister ausgehandelt und der Vertrag dann vom Senat ratifiziert.

Damals hat niemand behauptet, die Jungferninseln seien nicht dänisch, sondern jungfräulich.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 23.08.2019 um 19.04 Uhr verfaßt.

So würde ich die Sache nicht drehen.
Die Einfälle, die Trump täglich über Twitter veröffentlicht (!), kann man nicht den Vereinigten Staaten zuschreiben, es sind eigentlich private, rechtlich unwirksame Botschaften. Die USA haben weder Grönland noch Dänemark ein Angebot gemacht. Das geht nur auf bestimmten diplomatischen Wegen. Ob der Präsident allein dazu überhaupt befugt wäre, weiß ich nicht, aber das wäre auch noch zu diskutieren.


R. M. zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 23.08.2019 um 12.25 Uhr verfaßt.

Also an die USA würde sie Grönland verkaufen, nur an Trump nicht? Wann hat sie das gesagt?


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 23.08.2019 um 07.25 Uhr verfaßt.

“I thought it was a very not nice way of saying something,” Trump said. “Don´t say ´What an absurd idea that is´ … You don´t talk to the United States that way, at least under me.
(...) I thought it was not a nice statement, the way she blew me off.”

Nun, Frederiksen hat nicht zu den Vereinigten Staaten gesprochen, sondern unterscheidet ausdrücklich zwischen diesen und ihrem Präsidenten. Trump will den Patriotismus seiner Landsleute auch noch zur Stützung seiner höchstpersönlichen Einfälle nutzen.

Wenn er sich selbst as "the Chosen One" bezeichnet, stelt er sich in eine Reihe mit Jesus und Harry Potter. Das geht ja nun gar nicht.

“The Jewish people in Israel love him,” Trump quoted Root as saying on Wednesday, “like he’s the King of Israel. They love him like he is the second coming of God.”



Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 23.08.2019 um 06.54 Uhr verfaßt.

Nachtrag zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=783#41967

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Fernverkehr 38 % der Züge technisch voll funktionsfähig (bezogen auf Juni 2019), bei den ICE geschätzt 25 %. Jeder zehnte Defekt betrifft die Türen.

(Meine Frau ist mir mit Tochter und Enkelin nachgereist und erlebte Aufregendes. Zweimal blieben die Züge wegen Überfüllung stehen. Ein Zugführer sagte durch, er werde unter diesen Umständen nicht weiterfahren, sondern seine Sachen packen und nach Hause gehen. Usw.)


Manfred Riemer zu »Überflüssige Wörter«
Dieser Kommentar wurde am 22.08.2019 um 19.41 Uhr verfaßt.

Besonders beim Arzt, aber auch sonst in Ämtern oder anderen öffentlichen Stellen:

- Bitte einmal hier unterschreiben!

- Bitte einmal Platz nehmen!

- Entschuldigung, wo geht es zur Toilette?
Bitte einmal den Gang entlang, letzte Tür links.

Dieses einmal wird dabei auch noch so deutlich gesprochen, sogar betont. Als ob ich sonst auf die Idee kommen könnte, dasselbe zweimal zu unterschreiben, mich zweimal auf den Stuhl zu setzen oder erst zweimal den Gang entlang zu rennen, bevor ich mein dringendes Bedürfnis stille. Oder womöglich noch öfter. Davor möchte das Personal den Besucher denn doch unbedingt bewahren.


Manfred Riemer zu »Überflüssige Wörter«
Dieser Kommentar wurde am 22.08.2019 um 19.22 Uhr verfaßt.

Heute gegen dreiviertel vier im DLF in einem ca. 5-minütigen Interview mit einem Korrespondenten der Süddeutschen habe ich mitgezählt:
genau neunmal "sehr sehr" und ein einziges Mal "sehr"!

Letuteres allerdings in der Verneinung: "nicht sehr viel". Da fände anscheinend der SZ-Angestellte die Verdoppelung selbst noch komisch.


Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 22.08.2019 um 06.55 Uhr verfaßt.

Der Paritätische Gesamtverband kritisiert, dass Berufssoldaten freie Fahrten bekommen. Besser sollten junge Menschen in Freiwilligendiensten kostenlose Tickets erhalten, die für „400 Euro im Monat echten Einsatz für unser Gemeinwesen leisten“. (FAZ 22.8.19)

Das war zu erwarten. Es kann aber doch nicht sein, daß jeder Bufdi dieselbe Ehrung erhält wie ein Soldat! Vielleicht könnte man andere Formen der Respektbezeugung wiedereinführen. Zivilisten sollten den Gehsteig verlassen und grüßen, wenn ihnen ein Uniformierter entgegenkommt usw. Vergessen wir doch die Schnapsidee vom "Bürger in Uniform"! Freilich hat die Bundeswehr selbst zum Mißstand beigetragen, weil sie den Dienst am Vaterland jahrzehntelang wie einen interessanten technischen Beruf beworben hat.


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