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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Manfred Riemer zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 13.41 Uhr verfaßt.

Manchmal meint Stolz Hochmut, Selbstzufriedenheit, Selbstüberschätzung usw., manchmal eher Liebe, Zuversicht, ...

Ob Stolz gut oder schlecht, berechtigt oder nicht ist, für alles lassen sich viele trefflichen Zitate anführen, und eigentlich ist darin immer von ganz verschiedenen Gefühlen die Rede, zwei, drei, vier oder vielleicht noch mehr Sorten von Stolz.


Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 13.14 Uhr verfaßt.

Haftstrafe für Corona-Leugner (SZ 3.12.22)

Die Überschrift behauptet es zwar nicht, suggeriert aber, daß man in Deutschland wegen Corona-Leugung ins Gefängnis kommt. In Wirklichkeit wurde der Vorbestrafte verurteilt, weil er ein Hindernis auf Bahngleisen errichtet und dadurch einen IC zur Schnellbremsung gezwungen hatte.


Manfred Riemer zu »Die Schuld der Hasen«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 13.11 Uhr verfaßt.

Danke, Herr Virch, für den Link. Ich habe viel daraus gelernt, z. B. das mir neue Wort spoilern. Und über Netflix. Unsere beiden ältesten Enkel (5 und 7) haben sich schon mal gewundert, daß wir kein Netflix haben.


Erich Virch zu »Die Schuld der Hasen«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 12.38 Uhr verfaßt.

Die lieben Kleinen. https://www.spiegel.de/kultur/tv/netflix-serie-wednesday-menschen-mit-schwachen-nerven-wuerde-ich-das-nicht-empfehlen-a-e9515885-4cb4-4fb5-af46-02334162fb04


Theodor Ickler zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 07.59 Uhr verfaßt.

Irgendwo dazugehören zu wollen, ist Niedrigkeit, bassesse, ein Ausdruck, den Stendhal gerne gebraucht, etwa in Vie de Henri Brulard. Aber auch zu seinem eigenen Sack und Pack und Schnack, mit welchem man vom Leben beladen worden ist wie der Esel vom Müller mit den Mehlsäcken, sich auch noch begeistert zu bekennen, ist um nichts besser.
(Heimito von Doderer: Repertorium)


Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 07.30 Uhr verfaßt.

Die Edition „Vertreibung des Geistes“ präsentiert drei Dutzend Gespräche mit Intellektuellen und Wissenschaftlerinnen, die vor den Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen sind. (SZ 3.12.22)

Das ist nicht wahr.


Theodor Ickler zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 05.25 Uhr verfaßt.

"Im Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1992 wird als erste Hauptsünde nicht Hochmut, sondern Stolz genannt." (Wikipedia)

Ob gesund oder nicht, auf die Frage, worauf ich stolz bin, würde mir nicht zuerst die "Nation" einfallen. Auch nicht, wenn ich mit Verwandten und Bekannten zusammensitze, die keine Deutschen sind. Vielleicht sind sie stolz darauf, XY zu sein, ich frage sie nicht danach. Wozu sollte das auch führen? Das Leben ist zu kurz, um sich mit solchen Vokabeln herumzuschlagen.

Von den vielen Aufgaben, die sich unausweichlich stellen, hat man einige nicht so gut gelöst, andere besser, und damit kann man dann zufrieden sein und meinetwegen auch stolz darauf, obwohl einem klar genug ist, daß man auch viel Glück gehabt hat: Partner, Kinder, Beruf... Was kann nicht alles schiefgehen! Aber mit der "Nation" hat es nichts zu tun, mit Fußball erst recht nicht.



Manfred Riemer zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 03.12.2022 um 02.45 Uhr verfaßt.

Freie Presse, 3.12.22, Seite 4:

Eine Nation sollte nicht 11+x überbezahlte Leistungssportler benötigen, um in einem gesunden Maß stolz und zuversichtlich zu sein. Andernfalls wäre sie ziemlich arm.

Eine Nation? Ach ja, na eben, da war doch noch was! Ab und zu, besonders beim Fußball, erinnern wir uns noch daran.


Theodor Ickler zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 02.12.2022 um 18.41 Uhr verfaßt.

Und dann ist da noch der Ball! Das verflixte Ding rollt, wo es will.


Manfred Riemer zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 02.12.2022 um 18.09 Uhr verfaßt.

Dieser kindische Trotz mit der Armbinde! Die deutschen Spieler hatten ja nur noch "ein Zeichen setzen" im Kopf, das war ihnen wichtiger als die mentale Spielvorbereitung.
Von Anfang an hat die Mannschaft mitgekriegt, wie zu Hause alle nur über Boykott des Turniers redeten. Der Kanzler läßt seine Endspielbesuchspläne im Falle deutscher Beteiligung demonstrativ erstmal offen, und die Innenministerin muß sich öffentlich dafür rechtfertigen, daß sie die Eröffnung besucht. Das schlägt natürlich auf die Laune und den Kampfgeist der Spieler zurück. Sie hatten ihr Land nicht hinter sich.
Wer nur das Moralisieren und Meckern über die Sitten anderer Länder im Kopf hat, dabei vergißt, daß es im eigenen Land bis noch vor kurzem auch nicht viel anders war, wer nicht einfach mal das positive Potential des Sports auch auf Katar wirken lassen kann, der ist auch sportlich nicht reif, scheidet letztlich verdient aus.

Kurz vor Abpfiff des Spiels Deutschland-Costa Rica kam es im Stadion zu lautem Jubel im Publikum. Es gab dafür gar keinen Anlaß durch das aktuelle Spielgeschehen. Die Zuschauer hatten nur in gerade den Sieg Japans über Spanien und damit das Ausscheiden Deutschlands mitbekommen. Der Jubel war Hohn auf die Deutschen, die sich die Gunst des Publikums gründlich verscherzt hatten.


Theodor Ickler zu »Schwarzrotgold«
Dieser Kommentar wurde am 02.12.2022 um 16.11 Uhr verfaßt.

Warum sind wir keine „führende Kickernation“ mehr? „Ist das DFB-Team womöglich ein Spiegelbild der Mentalität im Land, wo sich ebenfalls viele Leute lieber zurücklehnen, statt selbst anzupacken?“ (Florian Harms bei t-online.de) Diesen Zusammenhang haben auch die Rechten um Tichy schon hergestellt: allgemeiner Niedergang des sich selbst abschaffenden Deutschland. („Die Kicker sind nur Spiegelbild von Wirtschaft und Gesellschaft. Deutschland versinkt wie auch der Fußball nach der Herrschaft von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Nachfolger Olaf Scholz im Mittelmaß.“) Außerdem hat der Kommentator herausgefunden, warum die Deutschen ausgeschieden sind: sie haben nicht gut genug gespielt.


Theodor Ickler zu »Unwort des Jahres«
Dieser Kommentar wurde am 02.12.2022 um 16.06 Uhr verfaßt.

Vielleicht hätte ihm das Paronymwörterbuch des IDS geholfen, wenn es denn zustande gekommen wäre.

Als die SED plötzlich Wert darauf legte, daß es nun auf deutschem Boden zwei Nationen mit zwei verschiedenen Sprachen gebe, beeilten sich eifrige Germanisten, Listen mit typischen Vokabeln der BRD zusammenzustellen. Wir westdeutschen Feudalherren haben ja ständig von unserem Gesinde gesprochen - erinnern Sie sich? Das war sehr lustig.


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