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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Störfaktor Englisch«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2020 um 17.46 Uhr verfaßt.

Irgendwann haben wir die Aussprache von Yosemite lernen müssen, aber daß der Präsident der Vereinigten Staaten noch nie von deren berühmtestem Nationalpark gehört hat, ist erstaunlich:
https://www.youtube.com/watch?v=kwcploTZbKA


Theodor Ickler zu »Friede sei mit euch!«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2020 um 05.55 Uhr verfaßt.

Unter Intellektuellen ist es weithin üblich geworden, nicht über Relgiion zu streiten, sondern sich ungefähr mit dem zu begnügen, was man nach S. J. Gould NOMA (Non-overlapping Magisteria) nennt. Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Nonoverlapping_Magisteria

Ich gehöre zu den Kritikern, will aber hier nur auf ein praktisches Problem hinweisen. Die katholische Kirche zum Beispiel empfiehlt, Kindern die Schöpfungsgeschichte ohne jeden "Märchenvorbehalt" zu vermitteln:
https://www.katholisch.de/artikel/18826-die-schoepfungsgeschichte-fuer-kinder-erzaehlt

Darüber sieht man ein NASA-Foto, was den Eindruck verstärkt, daß von "non-overlapping" keine Rede sein kann - der Mythos wird als buchstäblich wahr dargeboten und zweifellos auch aufgenommen. Ist das zu verantworten? In anderen Fächern nicht. Man darf und muß vereinfachen, aber man darf nicht grundsätzlich von der wissenschaftlichen Wahrheit abweichen.

Ein Gesellschaft mit "hinkender Trennung" von Staat und Religion hat es sich mit Wegsehen bequem gemacht, womit aber keiner Seite wirklich gedient ist.


Theodor Ickler zu »Sprache und Erinnerung«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2020 um 05.39 Uhr verfaßt.

Bennett L. Schwartz/Alan S. Brown, Hg.: Tip-of-the-tongue states and related phenomena. New York 2014.

Das ist der neueste Sammelband zum Thema. Die Herausgeber fangen gleich mit „retrieval“ usw. an, vertreten also das naive Speichermodell. Der Wortschatz wird als ein mentales „Lexikon“ konzipiert, dessen Struktur erforscht werden müsse.

Wer mit dem Speichermodell nichts anfangen kann, hat es schwer, bei solchen Texten nicht die Geduld zu verlieren.


Theodor Ickler zu »Besser abschreiben!«
Dieser Kommentar wurde am 07.08.2020 um 04.56 Uhr verfaßt.

Auf meinen vorigen Eintrag (http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1416#43416) bezieht sich auch der folgende interessante Text:
https://falschzitate.blogspot.com/2020/04/naturwissenschaften-sind-barbarika-auf.html

Man stellt oft fest, daß ein und dasselbe Zitat vielen Urhebern zugeschrieben wird, von denen es stammen könnte. So auch die bekannten Wanderanekdoten.


Theodor Ickler zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2020 um 05.57 Uhr verfaßt.

Nachdem der Hofstaat sich einen ganzen Tag lang bemüht hat, die Bombenthese des Präsidenten zu entschärfen, ohne ihm direkt zu widersprechen, hat der große Mann selbst einen Rückzieher gemacht: es könne auch ein Unfall gewesen sein. Damit ist auch dieser Fall erledigt. Auf zum nächsten Gefecht!


Theodor Ickler zu »Liebe und Hölle«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2020 um 05.39 Uhr verfaßt.

Neue Vorwürfe gegen Prinz Andrew: Er leckte an meinen Zehen. (BILD)


Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2020 um 05.18 Uhr verfaßt.

Vielleicht habe ich anderswo schon erwähnt, daß der blinde Fleck in unserem Auge erst überraschend spät entdeckt worden ist (1660). (Bald darauf sollen französische Adlige ihn ungemein spaßig zum gegenseitigen "Köpfen" genutzt haben, bevor ihre Köpfe dann wirklich rollten.)

Überraschend, weil der bekannte Versuch eigentlich sehr leicht zu machen ist. Trotzdem gibt es keine antiken Berichte.

Die Erklärung aus der Anatomie des Auges ist auch nicht schwer.

Jeder kennt wohl die Tatsache, daß wir ein kleines blaues Licht besser - oder überhaupt nur - gegen den Rand des Gesichtsfeldes hin sehen. Das beruht darauf, daß im Zentralbereich der Fovea keine Zäpfchen vom S-Typ sind, die für Blau zuständig wären. Das ist also viel schwerer zu entdecken und zu erklären. Man braucht schon für das Phänomen selbst ein reines Spektralblau, das es abgesehen von Prismenversuchen in der Umgebung unserer Vorfahren nicht gab. (Der Regenbogen kommt kaum in Betracht.)

(Gedanken im Behandlungszimmer beim Blick auf ein blaues Kontrollämpchen; es ist immer wieder verblüffend.)


Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2020 um 01.22 Uhr verfaßt.

Ammoniumnitrat hat fast die halbe Sprengkraft der gleichen Menge TNT. Die Explosion in Beirut entsprach also ungefähr 1,3 Kilotonnen TNT.

Die Hiroshima-Bombe hatte ein TNT-Äquivalent von 13 Kilotonnen, war also etwa 10mal so stark.


Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 06.08.2020 um 00.04 Uhr verfaßt.

2750 Tonnen Ammoniumnitrat (Dichte 1,72 Tonnen pro Kubikmeter) nähmen z. B. einen Würfel von 11,7 Meter Kantenlänge oder eine Kugel von 14,5 Meter Durchmesser ein. Wirklich nichts für eine durchschnittliche Garage.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2020 um 17.29 Uhr verfaßt.

Was für eine "Bombe" könnte das in Beirut denn gewesen sein? Ich möchte Trumps "großartige Generäle" um Basteltips bitten. Aber bitte nicht mit 3000 Tonnen Ammoniumnitrat - dafür habe ich keinen Platz in der Garage.


Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2020 um 17.25 Uhr verfaßt.

Bisher hatte ich über Greta Thunberg nur gelesen, jetzt habe ich sie in einigen Gesprächen (mit Trevor Noah, Ellen DeGeneres und nun auch - inzwischen siebzehn - mit Stephen Colbert) gesehen und bin beeindruckt. Sehr klar im Kopf und im Ausdruck (immerhin in einer Fremdsprache), auch witzig und ironiefähig, was ja im allgemeinen bei Autismus gerade ausfällt. Ich weiß nicht, in welcher Hinsicht sie „behindert“ sein soll. Höchstens ihre Art, immer gleich zur Sache zu kommen, weshalb sie auch ein Gespräch mit Trump für „a waste of time“ halten würde. Wenn das „verhaltensauffällig“ ist, wünscht man sich mehr davon.

https://www.youtube.com/watch?v=2xorl5kbeJU (Colbert)
https://www.youtube.com/watch?v=rhQVustYV24 (Noah)
https://www.youtube.com/watch?v=rsNskDfd5CM (DeGeneres)


Theodor Ickler zu »Suchmaschinenrätsel«
Dieser Kommentar wurde am 05.08.2020 um 17.21 Uhr verfaßt.

Nettes pädagogisches Google-Doodle: Die sechs Buchstaben ziehen Masken vor und gehen dann auf Abstand. Mit diesen beiden Kleinigkeiten, gegen die einige Freiheitskämpfer im Namen der Grundrechte zu Felde ziehen, ließe sich die Seuche in der Tat fast beseitigen.


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