Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 19.08.2026 um 05.48 Uhr verfaßt.
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Senator Jon Osoff über Trump:
“He doesn’t want to do the job. He wants to build his ballroom and travel with Natalie on their apparently defenseless flying palace gifted by the Emir of Qatar,” referring to Natalie Harp, the president’s executive assistant.
Natalie Harp, die Trump buchstäblich näher steht als jeder andere Mensch, spielt schon in früheren Büchern über Trump eine Rolle, und Haberman/Swan beschreiben ihre Allgegenwart in der Nähe des Präsidenten im dezenten Stil des ganzen Werks. Auch um die aktuelle Affäre zu verstehen, sollte man das Buch gelesen haben. Aber es wäre natürlich einer der vielen Treppenwitze der Geschichte, wenn Trump über solche Klatsch- und Tratschgeschichten zu Fall käme und nicht wegen seiner Politik (vgl. http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=783#57179).
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Wolfram Metz zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 19.08.2026 um 00.56 Uhr verfaßt.
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Österreichs neue Geheimdienst-Chefin: „Auch Frauen können Spioninnen sein
(SZ, 18.8.26)
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 18.08.2026 um 16.55 Uhr verfaßt.
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Bei der SZ erklärt ein gewisser Björn Finke es wieder und wieder für einen Fehler, die „vergleichsweise klimafreundlichen Atomkraftwerke“ abzuschalten. Damit steht er in der Redaktion ziemlich allein, nicht aber im Strom des Zeitgeistes, den man beinahe körperlich spürt. Erst vor wenigen Tagen brachte die gleiche Zeitung einen ausführlichen Bericht über den Rückbau von Grafenrheinfeld und die nicht absehbare Endlagerung. Ziemlich gruselig. Und es stehen insgesamt 37 stillgelegte Reaktoren an. Die Endlagerung ist nicht absehbar.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 18.08.2026 um 16.42 Uhr verfaßt.
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Die Rechtsradikalen wollen die Schulpflicht abschaffen – aber was wird dann aus der Flaggenpflicht und dem obligatorischen Absingen der Nationalhymne? Soll das auch im häuslichen Unterricht gelten und gegebenenfalls überprüft werden? Und wenn der Russischunterricht flächendeckend (wieder)eingeführt wird – welches andere Fach soll dafür aufgegeben werden?
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Theodor Ickler zu »Noch Mal«
Dieser Kommentar wurde am 18.08.2026 um 16.39 Uhr verfaßt.
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Laut Duden (das amtliche Regelwerk schweigt sich aus) schreibt man jetzt „allemal“, aber „ein für alle Mal“.
Nur mal zu Erinnerung, daß das Kapitel „mal/Mal“ bis heute nicht abgeschlossen ist und der Rechtschreibrat es in einem Vierteljahrhundert nicht für nötig befunden hat, diese Frage zu bearbeiten.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 18.08.2026 um 05.06 Uhr verfaßt.
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Harald Martenstein meint in der WELT (10.8.26): „Die Eroberungsmigration wird Europa zerstören, für immer. Das ist schade“. (Kann also nicht einmal die AfD uns retten?)
Mir fällt es schwer, die Muslime, die ich kenne, als meine Eroberer zu sehen. Es gibt aber viele durchaus gebildete Zeitgenossen, die genau zu wissen glauben, was die Migranten für Menschen sind. Wenn sie keinen einzigen persönlich kennen – um so besser.
Der Musiksoziologe Mark Duffet („Understanding fandom“) wirft Adorno vor, sich die verachtete „Masse“ der Kulturkonsumenten nur ausgedacht zu haben; er hatte kein Interesse daran, sich empirisch mit ihr zu beschäftigen. Das finden wir gerade in der „Kulturkritik“ sehr oft: spekulative Soziologie ohne Forschung, als „kritische Theorie“ geadelt. Alles weit diesseits der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“.
Ich habe schon die Beziehung zu eigentlich nahestehenden Menschen abbrechen müssen, weil man wegen dieser Denkweise einfach nicht mehr ins Gespräch kommen kann.
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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2026 um 14.21 Uhr verfaßt.
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„Der Kontinent [Asien] verbraucht so viel Energie wie der gesamte Rest der Welt.“ Unerhört! Allerdings leben in Asien auch 59% der Menschheit.
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Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2026 um 04.43 Uhr verfaßt.
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Psychologische Ferndiagnosen zu Trump sind meistens unbefriedigend, schon weil die übliche Terminologie es ist (Narzißmus usw.). Allerdings gibt der Mann viel von sich preis. Was eine Logopädin zu seiner Redeweise sagt, scheint mir aber Hand und Fuß zu haben und ist ganz hörenswert:
https://www.youtube.com/watch?v=lNuTn8NtMQo
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2026 um 04.31 Uhr verfaßt.
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Über die Hälfte der US-Botschafter-Posten ist unter Trump unbesetzt, darunter der in Deutschland. Anderswo setzt Trump lieber alte Freunde ein als erfahrene Diplomaten, in Paris zum Beispiel den Vater seines Schwiegersohns Jared Kushner, einen verurteilten Verbrecher.
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Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2026 um 04.23 Uhr verfaßt.
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"netzpolitik.org“ setzt das Gendersternchen vollautomatisch und daher besonders konsequent. Es erinnert an die sprichwörtlichen „Gebetsmühlen“, die uns befremden, weil wir nicht einsehen, wozu eine automatisierte Gebetspraxis gut sein soll. „Verbraucherschützer*innen“ warnen vor etwas... Diese Leute geben Tag für Tag zu Protokoll, daß sie ein Grundprinzip der Sprache nicht verstanden haben (und ein Versäumnis des Deutschunterrichts, na ja, und der Deutschlehrerausbildung!).
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Theodor Ickler zu »Nature, Nurture und Skinner«
Dieser Kommentar wurde am 17.08.2026 um 04.21 Uhr verfaßt.
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„Der Begriff Enclothed Cognition wurde von Adam & Galinsky (2012) eingeführt und bezieht sich demnach auf die Wirkung, die Kleidung auf den mentalen Prozess eines Menschen und die Art und Weise, wie er denkt, fühlt und handelt, besitzt, und zwar vorwiegend in den Bereichen wie Aufmerksamkeit, Vertrauen oder abstraktem Denken. (Stangl, 2026).“
In der Kleidung der gehobenen Stände fühlt man sich gehoben, eine Uniform gibt Halt, die Livree macht dienstbar.
Thomas Mann setzte sich jeden Morgen förmlich gekleidet an den Schreibtisch, was man seiner Prosa anmerkt.
Elvis Presley drückte sich schon als Schuljunge die Nase platt am Schaufenster von Lansky Bros., wo es die schicken Klamotten gab, die er sich erst später leisten konnte. Sie hingen mit seiner Verwandlung auf der Bühne zusammen; sogar seine Frau war sehr verwundert, weil sie zwar Elvis kannte (zu kennen glaubte), aber nicht ELVIS. Er sagte bei passender Gelegenheit: „Well, the image is one thing and the human being is another, you know. So it’s very hard to live up to an image, I’ll put it that way.“
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Theodor Ickler zu »Das „bilaterale Zeichen“«
Dieser Kommentar wurde am 16.08.2026 um 17.03 Uhr verfaßt.
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Wenn „Zeichen“ ein historischer Begriff ist, gibt es keine synchronische Sprachwissenschaft, und Hermann Paul hatte recht: „Es ist eingewendet, dass es noch eine andere wissenschaftliche Betrachtung der Sprache gäbe als die geschichtliche. (...) Ich muss das in Abrede stellen.“
Allenfalls Symmetriebetrachtungen sind möglich und führen zum „System“.
In der Biologie gilt der entsprechende Satz Bertalanffys: „Nothing in biology makes sense except in the light of evolution.“
Die Naturbeschreibung behält ihren Wert und ist sogar die Grundlage der stammesgeschichtlichen Erklärung – wie in der Linguistik die synchrone Beschreibung. Aber Erklärung ist hier wie dort nur geschichtlich möglich.
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