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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Manfred Riemer zu »Mund voll«
Dieser Kommentar wurde am 21.03.2019 um 10.31 Uhr verfaßt.

Ich versuche mal eine Gegenüberstellung. Ich würde schreiben:

Die Tür steht eine Handbreit offen.
Die Öffnung ist eine Hand breit.

*Die Öffnung ist eine Handbreit.

Wie man sieht, ist beides nicht dasselbe, das darf man nicht einfach unterschlagen. Allenfalls könnte man diskutieren über

?Die Tür steht eine Hand breit offen.

Das schreibt auseinander, wer auch sagen würde:

Die Tür steht zwei Hände breit offen.
?Die Tür steht zwei Händebreit offen.

Letzteres widerstrebt mir, wäre aber evtl. auch möglich, oder?
Wer aber sagen würde

Die Tür steht zwei Handbreit offen.

Der muß auch die Einzahl zusammen schreiben, nicht:

*Die Tür steht zwei Hand breit offen.






Theodor Ickler zu »Friede sei mit euch!«
Dieser Kommentar wurde am 21.03.2019 um 05.59 Uhr verfaßt.

Die panische Angst des SPD-Vorstands vor Atheisten oder auch christlichen Säkularisten (http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=196#11001) ist schwer zu verstehen.

Übrigens gab es im vorigen Kabinett Merkel keine Konfessionslosen. Im gegenwärtigen machen immerhin 4 Minister keine Angaben, aber 9 von 16 sind katholisch und 3 evangelisch. Das spiegelt natürlich nicht die Bevölkerung wider, aber es scheint niemanden zu stören. Oder man redet einfach nicht gern darüber, was ja gute alte deutsche Tradition wäre. Als gottlos möchte man nicht gelten, auch wenn man es ist.


Theodor Ickler zu »Friede sei mit euch!«
Dieser Kommentar wurde am 21.03.2019 um 05.16 Uhr verfaßt.

„Religionsfreiheit heißt nicht nur Freiheit von Religion, sondern auch Freiheit zu Religion, d.h. der Staat fördert auch, dass es Kirchen und Religionsgemeinschaften gibt.“ (Kerstin Griese, Religionsbeauftragte der SPD)

Aber das Grundrecht auf Religionsfreiheit kommt wie alle Grundrechte nicht dem Staat zu, sondern dem einzelnen Bürger. Sonst wäre der Staat frei, sich für eine Konfession zu entscheiden usw. - was offensichtlich nicht im Sinne des GG und der allgemeinen Menschenrechte wäre.

Wir sind schon als Schüler mit dem Spruch traktiert worden, Freiheit sei nicht nur „von“, sondern auch „zu“, was harmlos klingt, uns aber doch auch gleich wieder vereinnahmen sollte. Das war damals so der Zeitgeist.


TheodorIckler zu »Mund voll«
Dieser Kommentar wurde am 21.03.2019 um 04.23 Uhr verfaßt.

Der Duden läßt den Ratsuchenden mit folgender Auskunft allein:

„Hand­breit, Hand breit, die
Wortart: Substantiv, feminin
Von Duden empfohlene Schreibung: Handbreit
Alternative Schreibung: Hand breit“

Wie kann die Wortgruppe Hand breit ein feminines Substantiv sein?

Natürlich wissen die Redakteure, daß das Unsinn ist. Ich nenne es Wörterbuchzynismus.



Erich Virch zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 20.03.2019 um 17.01 Uhr verfaßt.

Ich hatte von der Gravitationsanomalie noch nichts gehört und habe mit einigem Vergnügen gegoogelt. Am besten hat mir dieser Bericht gefallen: "Sogar unser tonnenschweres Auto rollte im Leerlauf vorwärts den Berg hinauf. Ausgeschüttetes Wasser floss bergauf. Die mitgebrachte Wasserwaage war als Messinstrument unbrauchbar, weil auch das Wasser in der Libelle ebenfalls bergauf gezogen wurde."


Manfred Riemer zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 20.03.2019 um 11.16 Uhr verfaßt.

Die rein optische Täuschung ist das eine.
Wenn ich mit dem Auto durchs Gebirge fahre, schaue ich manchmal auf die Höhenanzeige des Navis. So manches Mal hat es mich gewundert, daß es doch schon ewig bergab geht, aber die angezeigte Höhe ändert sich gar nicht oder steigt sogar. Man verliert leicht das Gefühl für ein kleines Gefälle oder einen kleinen Anstieg, wenn man mit Motorkraft unterwegs ist.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 20.03.2019 um 07.47 Uhr verfaßt.

Wenn man das genannte Monument der Volksverdummung durchblättert, gibt es an allen Ecken und Enden unerklärte Phänomene. Ein typisches Beispiel sind die "Gravitationsanomalien".

In Rocca di Papa und an einigen anderen Orten rollen Fahrzeuge und andere Gegenstände den Berg hinauf.
Eine nette optische Täuschung für Touristen, die aber vom Verfasser Fiebag (623 mit Foto am Tatort) als übernatürliches Phänomen dargestellt wird. Er deutet noch eine mysteriöse Beziehung zum Ort von Galileis Prozeß an.

Vgl.

https://www.focus.de/reisen/optische-taeuschung-autos-rollen-von-alleine-berg-hinauf-das-steckt-hinter-der-geisterstrasse-in-suedtirol_id_9366175.html

http://math.ucr.edu/home/baez/physics/General/roll-uphill.html



Theodor Ickler zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 20.03.2019 um 07.25 Uhr verfaßt.

Die grellen Prediger manövrieren sich wohl selbst ins Abseits. Das Problem sind eher die beifallklatschenden Junggermanisten. Eine verlorene Generation, fürchte ich. Dabei denkt man auch an Hunderte von feministischen Gesinnungslehrstühlen. Es bleibt eine kleine Hoffnung auf die Gegenbewegung, die ja anscheinend in Norwegen schon zur Besinnung geführt hat und sich auch anderswo zu artikulieren beginnt.




R. M. zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 19.03.2019 um 19.15 Uhr verfaßt.

Mit feiner Ironie ist gegen derlei Holzhammerakrobaten leider nichts auszurichten.


Theodor Ickler zu »Die Tyrannei des Vermeintlichen«
Dieser Kommentar wurde am 19.03.2019 um 08.51 Uhr verfaßt.

In der FAZ (19.3.19) berichtet Wolfgang Krischke mit feiner Ironie vom Kongreß des IDS über Sprache in sozialen Medien. Die Hälfte seines Berichts gilt Anatol Stefanowitsch, der für seine moralistische Sprachkritik (gegen rechts) warb und wegen der Emotionalität seines Vortrags viel Beifall bekam.



Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 18.03.2019 um 09.24 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1103#41062
eine Ergänzung:

Peter Fiebag/Elmar R. Gruber/Rainer Holbe: Mystica: Die großen Rätsel der Menschheit. Weltbild 2004.

(Über vier kg schwer!)

Man referiert jeden übersinnlichen Unsinn, auch die längst aufgeklärten Tricks werden remystifiziert. Prähistorische Raumfahrt, DNS im I Ging, Gabelbiegen mit Uri Geller, Kornkreise usw. - alles geheimnisvoll und ungelöst. Schöne Fotos und viele durchaus zutreffende Angaben machen die Mischung so verführerisch.


Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 18.03.2019 um 06.06 Uhr verfaßt.

Natürlich ist es unvernünftig, Kinder in die Welt zu setzen. Allein schon die Kosten! Warum tun wir es trotzdem? Meine Frau hat es herausgefunden: "Um uns noch einmal frisch verlieben zu können."

So egoistisch, so wahr.


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